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18.08.26

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Maison Geiger öffnet seine Türen

Am 9. und 10. Mai luden die Winzerinnen und Winzer der Côtes de Bourg für die traditionellen Portes Ouvertes ein. Für Maison Geiger, die französische Tochtergesellschaft der Manufaktur Jörg Geiger mit Sitz im Château Lamothe, waren diese beiden Tage ein besonderer Auftakt: Erstmals präsentierten wir uns in der Appellation – an einem Ort, der Weintradition, Landschaft und Handwerk auf eindrucksvolle Weise verbindet. Das Château Lamothe liegt eingebettet in die sanft geschwungene Landschaft nördlich von Bordeaux. Reben, alte Mauern, der Blick ins Grüne und die große Libanon- Zeder im Park verleihen ihm eine besondere Ruhe und boten während der Portes Ouvertes den idealen Rahmen: Es wurde verkostet, gefragt, diskutiert und vor allem genossen. Im Mittelpunkt stand die Begegnung zweier Genusswelten: die gewachsene Weinkultur des Bordelais und die alkoholfreie Handwerkskunst der Manufaktur Jörg Geiger. Maison Geiger versteht sich nicht als Gegenentwurf zum Wein, sondern als Weiterentwicklung eines kulinarischen Gedankens: Getränke mit Herkunft, Tiefe und Struktur zu schaffen, die am Tisch selbstverständlich bestehen können – mit oder ohne Alkohol.

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Was das in der Praxis bedeutet, ließ sich im Keller des Châteaus besonders gut erleben. An beiden Tagen geöffnet, lud er ein, ältere Jahrgänge zu verkosten und gleichzeitig die neuen Entwicklungen von Maison Geiger zu entdecken. Herkunft und Reife auf der einen, alkoholfreie Präzision auf der anderen Seite – dieser Blick in Vergangenheit und Zukunft machte die Verkostungen besonders spannend. Ein Höhepunkt war die exklusive Vorab-Verkostung der Grande Réserve 2025, Jörg Geigers erstem eigenem Weinjahrgang im Château Lamothe. Der Merlot-dominante Wein, ergänzt durch Cabernet Sauvignon und Malbec, zeigte bereits die Handschrift des Hauses: Tiefe, Struktur und Balance. Kein offizieller Launch, sondern eine persönliche Einladung zum ersten Kennenlernen, die den Gästen sichtlich gefiel. Ebenso im Fokus stand die Edition Lamothe: eine alkoholfreie Kreation, die die Verbindung der beiden Häuser greifbar macht. Merlot und Cabernet Sauvignon aus dem Château werden in Schlat entalkoholisiert und mit Mostbirne sowie der Geiger-DNA aus Kräutern, Blüten und Gewürzen verbunden – die Struktur des Bordelais trifft auf die klare Frucht alter Obstsorten. Die alkoholfreien Verkostungen stießen auf große Neugier. In den Gesprächen zeigte sich, wie sehr sich die Genusskultur verändert: nicht als Abkehr von Tradition, sondern als Erweiterung. Wahlfreiheit, Bewusstsein, Präzision – das ist es, wofür Jörg Geiger steht. Alkoholfrei bedeutet hier nicht Verzicht, sondern eine neue Form der Begleitung.

Dass Zukunft nicht nur im Glas, sondern auch im Boden entsteht, ist Jörg Geiger ein besonderes Anliegen. Auf den Flächen des Châteaus beschäftigt er sich intensiv mit Bodenaufbau und lebendigen Mikrobiotopen, um die Reben in ihrer natürlichen Widerstandskraft zu stärken und langfristig für den Klimawandel zu wappnen. Wer wollte, konnte diese Arbeit direkt in den Reihen erleben. Viele Gäste nutzten die Gelegenheit, den Weinberg zu erkunden, bevor sie es sich unter der großen Libanon-Zeder zum Picknicken niederließen – ein Bild, das uns besonders in Erinnerung bleibt. Genau jene entspannte, hochwertige Gastlichkeit, die Maison Geiger auszeichnen soll. Künftig wird Axel Tedesco vor Ort als Ansprechpartner für Partner, Handel, Gastronomie und Kunden die Entwicklung von Maison Geiger in Frankreich begleiten – eine wichtige Verbindung zwischen Château Lamothe und den Menschen, die unsere Arbeit kennenlernen möchten. Beide Tage hinterließen wertvolle Begegnungen, aufmerksame Fragen und eine durchweg positive Atmosphäre. Die Portes Ouvertes haben gezeigt: Château Lamothe ist nicht nur der Sitz von Maison Geiger, sondern ein Ort, an dem Weintradition und alkoholfreie Manufakturarbeit miteinander ins Gespräch kommen. Ein Ort, an dem Herkunft spürbar bleibt und Neues entstehen darf. So blicken wir dankbar auf zwei Tage zurück, die mehr waren als eine Veranstaltung. Sie waren ein Auftakt und eine Einladung, die Zukunft des bewussten Genusses in Frankreich gemeinsam weiterzuschreiben.

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